Carl-Brilmayer-Gesellschaft e. V.

DIEHL, Wilhelm

Sein Bezug zu Gau-Algesheim war nur punktuell: Am 18. Mai 1933 wird für den seines Amtes enthobenen hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Anton Trapp der aus Heidesheim stammende Nationalsozialist Dr. Wilhelm Diehl als kommissarischer Bürgermeister eingesetzt. Seine Amtszeit dauert bis zum 15. August 1933; an diesem Tag wird der Beigeordnete und NSDAP-Ortsgruppenleiter Erich Best zum Bürgermeister der Stadt Gau-Algesheim bestellt.

3. November 1896

  • geb. in Heidesheim als Sohn des Bauern Leopold Diehl

12. März 1914 

  • Durch Versetzung nach Obersekunda „Einjähriges“ am Neuen Gymnasium Mainz erworben mit der Absicht, das Gymnasium weiter zu besuchen

1922/23 

  • Abschluss des Studiums der Staatswissenschaften in Frankfurt mit der Dissertation „Untersuchungen über Aufnahme und Verbreitung der Freiheitsideen von Adam Smith und Stellungnahme hierzu in Deutschland bis zum ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts.“ in der Reihe: Dissertationen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaft-lichen Fakultät der Universität Frankfurt am Main, Frankfurt am Main, 1924.
  • Referenten: Prof. Dr. phil. Paul Arndt (1870-1942), Regierungsrat a. D. Prof. Dr. Heinrich Voelcker (1862-?)
  • Dank an: Dr. v. Gerhardt, Dr. (Gottfried) Salomon, Dr. Kaltenbach

7. Oktober 1931 

  • Heirat mit Elisabetha Karolina Ludwig in Mainz

23. Juli 1932 

  • Der Angestellte beim Arbeitsamt Mainz, Doktor der Staatswissenschaften Wilhelm Diehl, wohnhaft in Mainz, Windhorststraße 5 zeigt in Heidesheim den Tod seiner aus Heidesheim stammenden und hier am 22. Juli 1932 23-jährig in der Wohnung des Michael Ludwig (Vater, Beruf: Gärtner) verstorbenen Ehefrau Elisabetha Karolina Diehl geborene Ludwig ohne Beruf an.

4. August 1932 

  • Wilhelm Diehl ist zunächst in Heidesheim wohnhaft in der Kreuzstraße und seit dem 4. August 1932 gemeldet unter der Adresse "Außerhalb d. Ortes 20 1/10", dem Anwesen seines Schwiegervaters; Beruf: Finanzrat

8. Mai 1933 

  • Bericht der Binger Rhein- und Nahe-Zeitung: Durch Regierungserlass wird Dr. Diehl, Heidesheim kommissarisch Bürgermeister der Stadt Gau-Algesheim.

7. August 1933 

  • Bericht der Ingelheimer Zeitung: Der Beigeordnete und NSDAP-Ortsgruppenleiter Erich Best wird zum Bürgermeister der Stadt Gau-Algesheim bestellt (und löst den komm. Bürgermeister Dr. Diehl ab.)

1. April 1934

  • Dr. Wilhelm Diehl aus Heidesheim, zur kommissarischen Dienstleistung bei der Abteilung Id (Finanzen) des Hessischen Staatsministeriums in Darmstadt beauftragt, wird zum Finanzrat bei dieser Abteilung bestellt.

27. September 1938 

  • Abmeldung von Heidesheim nach Darmstadt, Schlageter Straße 54, zusammen mit der Schwester seine verstorbenen Frau. Er wohnt im ehemaligen Rhönring (mindestens) bis 1942.

22. Juli 1946

  • Das Meldeblatt für die polizeiliche Registrierung und die Ausstellung einer deutschen Kennkarte (1746) enthält Angaben über Familienname, Vorname, Geburtstag, Geburtsort, Familienstand (verw.), Beruf (Finanzrat), Wohnung (seit Oktober 1944, Darmstadt-Eberstadt, Am Elfengrund 59), Wohnort (am 1.9.1939 Darmstadt), Inlandsausweis (Reg.-Schein vom 20.8.45 von Mel. Reg.), Bescheinigung (Polizeibehörde Da-Eberstadt Nr. 8623 mit Lichtbild, Digitalisat von HStAD Bestand H 3 Darmstadt Nr. 1746)

14. Juni 1966

  • Dr. Wilhelm Diehl stirbt in Darmstadt